TypeManufactur

Satzschriften von Georg Salden


PoloPolo



Polo ist eine wohlproportionierte, charaktervolle Serifenlose. Sie verbindet die sachliche Ausstrahlung einer Grotesk mit dem harmonischen Lesefluß der Antiqua. Sie hat ihre Eigenheiten, ihren Stil, und ist dennoch nahezu universell einsetzbar. Polo wurde 1972 erstmals veröffentlicht und ist seither zu einer umfassenden Schriftfamilie angewachsen. Zu ihrer Zeit einzigartig, hat ihre Formgebung maßgeblich die Entwicklung neuer Schriftarten beeinflusst. Polo Schriften sind für unterschiedliche Satzgrößen erhältlich: Polo 11 wurde speziell für kleine Textgrößen entworfen. Polo 22 ist für größere Schriftgrade bestimmt. Polo 66 ist etwas leichter und schmaler und ist für Titelsatz oder schmale Textspalten vorgesehen.

Polo ist für verschiedene Satzgrößen erhältlich:

Polo 11 hat Einkerbungen an spitzen Innenecken und Verstärkungen an spitzen Außenecken. Dadurch bleiben Buchstaben in kleinen Schriftgrößen schärfer und deutlicher. Auf ungestrichenem Papier oder bei schlechter Druckqualität wird das Zulaufen mit Druckfarbe verhindert.

Polo 22 Buchstaben sind innen und außen glatt. Bei Anwendung in größeren Schriftgraden (ab 30–36 pt.) sind sie eleganter als Polo 11 in diesen Größen.

Während Polo 11 und Polo 22 gleiche Laufweite und gleiches Kerning haben, ist Polo 66 geringfügig leichter gezeichnet und läuft etwas schmaler. Sie entspricht damit dem typografischen Wunsch nach einer Titelzeilen-Fette und kann raumsparend bei schmalen Satzspiegeln eingesetzt werden.

Polo 11, Polo 22, feine und schmale Polo Schriften sind mit gleichhohen Ziffern ausgestattet. Sie sind etwas kleiner als die Versalien, um sich besser ins Textbild einzufügen, und sie besitzen Ansätze von Ober- und Unterlängen (oben mitte). Polo 66 und Kapitälchen enthalten mediaevalen Ziffern mit echten Ober- und Unterlängen (rechts).
Polo Expert Fonts enthalten zusätzlich Versalziffern, die über OpenType-Features ausgewählt werden können.





OpenType-Features
Im Gegensatz zu OpenType Basic, die keine Features enthalten, sind OpenType Expert Schriften mit zahlreichen OpenType-Features ausgestattet, die die typographischen Möglichkeiten der Schriften erweitern und von fast allen professionellen Layoutprogrammen unterstützt werden.


Unterschiedliche Ziffernformate
Polo 11, Polo 22, feine und schmale Polo Schriften sind mit gleichhohen Ziffern ausgestattet. Sie sind etwas kleiner als die Versalien, um sich besser ins Textbild einzufügen, und sie besitzen Ansätze von Ober- und Unterlängen. Versal -und Tabellenziffern sind über Features anwählbar. Das Leerzeichen misst genau die Hälfte der Tabellenziffernbreite, so dass es im Tabellensatz für Abstände und Leerstellen verwendet werden kann.

Proportionale versalhohe Ziffern
Ihr Stand zueinander und zu Satzzeichen ist harmonisiert.
Versalhohe Tabellenziffern
Proportionale gleichhohe Ziffern
Ihr Stand zueinander und zu Satzzeichen ist harmonisiert.
Gleichhohe Tabellenziffern

Polo 66 und Kapitälchen enthalten mediaevale Ziffern mit echten Ober- und Unterlängen. Versal- und Tabellenziffern sind über Features anwählbar.

Proportionale versalhohe Ziffern
Ihr Stand zueinander und zu Satzzeichen ist harmonisiert.
Versalhohe Tabellenziffern
Proportionale mediaevale Ziffern
Ihr Stand zueinander und zu Satzzeichen ist harmonisiert.
Mediaevale Tabellenziffern

Alternatives g
Polo 11, 22 und 66 Expert Fonts enthalten zusätzlich ein alternatives g. Es ist über die Features „Formatsatz 1“ (Indesign) oder „Formatvarianten“ (QuarkXpress, Illustrator, Photoshop) sowie „Schwungschrift“ (Swashes) anwählbar.


Brüche
Durch Schrägstrich getrennte Ziffern werden automatisch durch echte Brüche ersetzt. In Kombination mit ganzen Zahlen wird ein reduzierter Leerraum eingefügt. Zähler und Nenner können auch separat über die entsprechenden Features angewählt werden.


Hochgestellte Ziffern
Reguläre Ziffern werden durch hochgestellte Ziffern ersetzt.


Tiefgestellte Ziffern
Reguläre Ziffern werden durch tiefgestellte Ziffern ersetzt.


Sprachspezifische Features
Automatische Verwendung typografisch korrekter Zeichen. Im Rumänischen wird beispielsweise Cedilla mit Kommaakzent ersetzt. Im Türkischen wird bei der Umwandlung in Kapitälchen das i mit einen Punkt versehen.


Typografische Layout Features können entweder über die Opentype-Palette (Illustrator) oder die Zeichen-Palette (Indesign und QuarkXpress) ausgewählt werden. Alle möglichen Zeichen sind über die Glyphen-Palette erreichbar.