TypeManufactur

Satzschriften von Georg Salden


AxiomAxiom



Axiom ist eine eigenwillige Grotesk. Ihre waagrechten Balken und Rundungen sind nur wenig leichter als die senkrechten. Schräge, ansteigende Balken hingegen sind deutlich magerer. Das macht die Figuren dynamisch und platzsparend und verleiht dieser sehr brauchbaren Sanserif einen ganz eigenen Charakter.
Axiom ist für kleine und größere Grade unterschiedlich gezeichnet, in 4 Fetten erhältlich, und mit einer ebenso charmanten Kursiven ausgestattet.


Axiom ist eine sachliche Leseschrift, die fast wie eine gleichstämmige Sansserif aussieht. Tatsächlich hat sie Kontrast in den Stämmen, und die dünneren sind auf der Lese- und Basislinie durch winkelförmige Ansätze stabilisiert. Das ist neu und unterstützt die Zeilenbildung. Für größere Schriftgrade gibt es eine Axiom, die deutlich schmaler, leichter und glatt ist, ohne die hier notwendigen Stabilisierung-Ecken (siehe unten).



Axiom 11 hat verbreiterte spitze Innenecken und Verstärkungen am Ende der dünneren Schrägbalken.
Dadurch bleiben Buchstaben in kleinen Schriftgrößen schärfer und deutlicher.



Axiom 66 ist innen und außen glatt, geringfügig leichter und etwas schmaler gezeichnet.
Bei Anwendung in größeren Schriftgraden ist sie eleganter als Axiom 11. Sie entspricht damit dem typografischen
Wunsch nach einer Titelzeilen-Fette und kann raumsparend bei schmalen Satzspiegeln eingesetzt werden.




Die für Fließtext entworfene Axiom 11 enthält das gängige Et-Zeichen (oben). Axiom 66 hingegen besitzt eine mehr originäre Form, die deutlicher auf die ursprüngliche lateinische Ligatur et hinweist (unten).





OpenType Basic Fonts enthalten nur gleichhohe Tabellenziffern. OpenType Expert Fonts sind mit verschiedenen Ziffernarten ausgestattet: Proportionale gleichhohe Ziffern sind direkt über die Tastatur zu erreichen. Tabellenziffern und mediaevale Ziffern sowie hoch- und tiefgestellte Ziffern können mittels OpenType-Features ausgewählt werden.





OpenType-Features
Im Gegensatz zu OpenType Basic, die keine Features enthalten, sind OpenType Expert Schriften mit zahlreichen OpenType-Features ausgestattet, die die typographischen Möglichkeiten der Schriften erweitern und von fast allen professionellen Layoutprogrammen unterstützt werden.


Unterschiedliche Ziffernformate
Axiom Expert Schriften enthalten als Basisziffern proportionale gleichhohe Ziffern. Tabellenziffern und mediaevale Ziffern sind über Features anwählbar. Das Leerzeichen misst genau die Hälfte der Tabellenziffernbreite, so dass es im Tabellensatz für Abstände und Leerstellen verwendet werden kann.

Proportionale gleichhohe Ziffern
Ihr Stand zueinander und zu Satzzeichen ist harmonisiert.
Gleichhohe Tabellenziffern
Proportionale mediaevale Ziffern
Ihr Stand zueinander und zu Satzzeichen ist harmonisiert.
Mediaevale Tabellenziffern

Brüche
Durch Schrägstrich getrennte Ziffern werden automatisch durch echte Brüche ersetzt. In Kombination mit ganzen Zahlen wird ein reduzierter Leerraum eingefügt. Zähler und Nenner können auch separat über die entsprechenden Features angewählt werden.


Hochgestellte Ziffern
Reguläre Ziffern werden durch hochgestellte Ziffern ersetzt.


Tiefgestellte Ziffern
Reguläre Ziffern werden durch tiefgestellte Ziffern ersetzt.


Sprachspezifische Features
Automatische Verwendung typografisch korrekter Zeichen. Im Rumänischen wird beispielsweise Cedilla mit Kommaakzent ersetzt. Im Türkischen wird bei der Umwandlung in Kapitälchen das i mit einen Punkt versehen.


Typografische Layout Features können entweder über die Opentype-Palette (Illustrator) oder die Zeichen-Palette (Indesign und QuarkXpress) ausgewählt werden. Alle möglichen Zeichen sind über die Glyphen-Palette erreichbar.